das grundprinzip eines aufstiegsorientierten kochs geht so: ist er gut, aber wirtschaftlich erfolglos, wird er schlechter. ist er gut und hat auch noch erfolg, wird er besser. es liegt auf der hand, dass das für berlin kein gutes omen ist, ddenn hier reicht ja nicht mal der michelin stern, um einem restaurant, die wirtschaftliche zukunft zu sichern. wenn doch mal eins auf der sicheren seite landet, muß das zufall sein, nicht wahr? Ist es dann aber, manchmal, doch nicht. als ich hier das erste mal über ralf zacherl und die weinbar rutz geschrieben habe, stand er noch ganz am anfang, seiner berliner karriere und war gut. jetzt hat er erfolg und ist besser, ja, man könnte sagen, dass seine küche einen höhepunkt erreicht hat, der den besuch dringlich erscheinen lässt.so kann das eigentlich nicht weitergehen....hier sind einfach dinge zusammengekommen, die enorm schwer zusammenzubringen sind. profesionelle, fantasievolle küche, eine riesige , ebenso profesionelle weinauswahl, und alles in entspannter atmosphäre, die den gast nicht anstrengt und das spezifische wohlgefühl auch jenen vermittelt, die nur einen salat und ein glas wein wollen... bei rutz kostet der hauptgang um die 20 euro und schmeckt allemal nach 30.lars rutz und seine partnerin anja schröder steuern dem angenehm beiläufigen service bei , und weinkarte mit über tausend positionen stiftet ohnehin nicht als vergnügen, zumal sie mit einem pauschalen korkgeld von 15 euro gerade die spitzenweine in greifbare nähe rückt.
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